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🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical

Zwei Farben, gepflanzt am Rand des Wassers

In einem verborgenen Winkel des Santuarios, wo der Erdpfad sich im tropischen Grün verliert, stieß Michel Salas auf etwas, das nicht ganz wild war: zwei Buganvilias, gepflanzt, still und in voller Blüte leuchtend. Die erste, mit fuchsiapinken Brakteen, wächst am Ufer eines Teichs mit grünlichem Wasser — so auffällig, dass sie wie ein Feuer gegen den karibischen Blauhimmel zu brennen scheint. Die zweite, cremeweiß, schaut bescheidener zwischen den schlanken Stämmen eines schattigen Weges hervor, als zöge sie die Stille vor. Was Michel fotografierte, sind keine Blüten im eigentlichen Sinne: Es sind Brakteen, umgewandelte Blätter voller Anthocyane — dieselben Pigmente, die Brombeeren und Auberginen ihre Farbe verleihen. Im Zentrum jeder Brakt­eengruppe, beinahe versteckt, blühen kleine, röhrenförmige, weißlich-gelbe Blüten. Die Farbe, die man sieht — dieses Fuchsia, das einen innehalten lässt — hängt vom Licht ab, vom pH-Wert des Bodens und von der Gesundheit der Pflanze. Beide sind in Kolumbien eingeführte Arten, vom Menschen kultiviert aus *Bougainvillea glabra* und *Bougainvillea spectabilis*, ursprünglich aus Südamerika stammend, aber fremd in diesen Böden der kolumbianischen Karibik. Jemand hat sie hergebracht, jemand hat sie gepflanzt — und hier stehen sie noch immer, wohnhaft im Santuario mit einer Schönheit, die keine Erlaubnis bat, um zu bleiben.
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🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical
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