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🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical

Der Mamón, der schweigend Epiphyten trägt

Im Sekundärwald der Fundación Loros, wo die trockene Erde unter Teppichen gefallener Blätter ruht und die abgesägten Stämme von älteren Geschichten erzählen, blieb Michel Salas vor einem Baum stehen, der sich nicht ankündigen musste. Es war ein Mamón — Melicoccus bijugatus, aus der Familie der Sapindaceae — mit einem grauen, kräftigen Stamm, der sich nach oben in Äste teilte, die eine großzügige Krone gegen den bewölkten Himmel weben. Auf der Rinde, fast wie stille Untermieter, wachsen epiphytische Pflanzen — vielleicht Bromelien, vielleicht Farne — die sich eingerichtet haben, ohne um Erlaubnis zu fragen. An jenem Sonntag verzeichnete Michel keine Fauna, die den Baum aufsuchte — keine Loros, keine Vögel, nichts, das sich zwischen seinen Ästen regte. Doch der Mamón stand dort, unerschütterlich auf den Koordinaten 10.4473, -75.2618, seine oberflächlichen Wurzeln über die Erde ausgebreitet wie ruhende Finger. Manchmal braucht ein Baum keine Zeugen, um zu zählen; es genügt, dass jemand ihn findet und sagt: Hier ist er, er existiert, wir haben ihn gesehen.
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