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🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical

Der Orejero, der Geschichte und Eichhörnchen trägt

Michel fand ihn aufrecht und einsam im trockenen Gestrüpp, den grauen Stamm wie ausgebreitete Arme gen Himmel geteilt: ein stattlicher orejero, Enterolobium cyclocarpum, dokumentiert in einem der trockensten Abschnitte des Santuarios. Was am meisten ins Auge fiel, war die Art, wie er zwei Zeiten auf einmal zu bewohnen schien — reife, schwarze, prall gefüllte Schoten, die neben weichen weißen Blütenköpfchen hingen, als wollte der Baum sich nicht entscheiden müssen zwischen dem, was war, und dem, was noch kommt. Der orejero trägt Jahrhunderte des Gebrauchs in sich. Aus seinen Früchten wird der dulce de carito gekocht, jener Geschmack, den die Menschen an der kolumbianischen Karibikküste so gut kennen; dieselben Früchte helfen gegen Halsinfektionen. Stamm und Äste befeuern schwere Kohleöfen. Doch dann erwähnte Michel fast beiläufig, dass Ardillas den Baum regelmäßig aufsuchen, angelockt von seinen Samen und Schoten. So trägt der orejero seit Jahrzehnten in aller Stille Vorratskammer, Apotheke und Zuflucht in einem. Er ist nun verzeichnet, an den genauen Koordinaten, wo Michel ihn fand, inmitten des tropisch-trockenen Matorrals der Reserva. Ein Baum, der offenbar nie jemanden gebraucht hat, um ihm zu erklären, wozu er gut ist.
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