← Tagebuch Fundación Loros
🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical

Zwei Pflanzen, vierundzwanzig Meter, ein Inventar

Michel Salas brach an jenem Sonntag mit einem klaren Vorhaben auf: aufzuschreiben, was blüht. In einem Winkel des Santuario, wo die Bananenstauden ihre Blätter wie Zeltdächer ausbreiten und die Erde dunkel und feucht bleibt, stieß er zuerst auf eine Mussaenda in voller Pracht — blasspink und cremefarbene Brakteen umrahmten kleine grünliche Blüten, leuchtend im dichten Grün, als hätte die Pflanze wochenlang darauf gewartet, dass jemand sie mit echter Aufmerksamkeit betrachtet. Vierundzwanzig Meter weiter, am zweiten Punkt der Runde, war der Fund ein anderer: eine wilde Pflanze mit rötlichen Stängeln und hängenden, weißlich-grünen Ähren — vermutlich ein Amaranthus —, deren Blätter von Insekten durchlöchert waren, die schon vor Michel hier vorbeigekommen waren. Auch diese Herbivorie — diese kleinen grünen Löcher — ist Datenmaterial, auch sie gehört ins Inventar. Zwei georeferenzierte Punkte, zwei Arten, zwei verschiedene Geschichten davon, wie das Leben im selben Abschnitt des Santuario wächst. So schreitet die botanische Erfassung der Fundación Loros voran: Schritt für Schritt, Pflanze für Pflanze, mit jemandem, der bereit ist, innezuhalten und hinzuschauen.
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🌿 Flora
AmaranthusMussaenda
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