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Jamaica fría y coco bajado del árbol

Am Nachmittag des 25. Februar, bei einer Hitze, die so unnachgiebig drückte, wie es diese Gegend nahe Cartagena gewohnt ist, betrat Angélica Cecilia Mármol das Santuario mit Händen voller frisch gepflückter Jamaica-Blüten. Diese tiefrot leuchtenden Blüten, fast wie in Brand gesteckt, die in den Gärten der Fundación still und unaufgeregt gedeihen und die an jenem Tag zu einem kühlen, leicht säuerlichen Saft wurden — von der Farbe eines Sommerabendrots. Kein Umweg zwischen Erde und Glas: Die Ernte, die Zubereitung, der Ausschank — alles aus denselben Händen, die jeden Winkel des Santuario kennen. Und als wäre das nicht genug, fanden die Besucher am Ende ihrer Wanderung durch die 520 Hektar jene Belohnung, die unter dieser Sonne niemand ausschlägt: eiskaltes Kokoswasser, frisch von den Kokospalmen der Finca heruntergeholt, ohne weiteres Zutun als Durst und eine Machete. In dieser Geste liegt etwas — das Anbieten dessen, was die Erde selbst hergibt, ohne Beiwerk, ohne Aufwand —, das mehr über das Wesen der Fundación Loros sagt als jede Broschüre. Das Santuario ist kein Ort, den man nur durchwandert. Manchmal, hin und wieder, trinkt man ihn auch.
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