← Tagebuch Fundación Loros
🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical

Zwei Bäume, zwei Nistkästen, kein Bewohner

Michel Salas durchstreifte gestern einen Streifen tropischer Vegetation in der Fundación Loros, den Blick nicht auf den Boden, sondern in die Baumkronen gerichtet. Der erste Baum, den er fand, war ein Mamón — Melicoccus bijugatus —, hoch und üppig belaubt, mit einem weißen Band um den Stamm, das Kletterer auf Abstand halten soll. Der Nistkasten hing bereits zwischen seinen Ästen, obwohl der Baum an jenem Tag ohne Früchte dastand: Seine Saison ist noch nicht gekommen. Wenige Meter weiter wartete ein anderer Baum mit mehr Großzügigkeit. Der Mamey — Manilkara zapota, aus der Familie der Sapotaceae — trug seine reifen Früchte mit rauer Schale und rotbrauner Farbe, die schwer im dichten Laub hingen. Am Stamm dienten Metallplatten als Schutzschild gegen jedes Tier, das dort hinaufzuklettern gedachte. Auch dieser Baum hatte seinen Nistkasten — ebenfalls schon früher angebracht, ebenfalls leer. Zwei vorbereitete Stationen, zwei offene Türen. An jenem Sonntag war niemand darin, aber die Kästen hängen noch immer dort, zwischen den Ästen hervorlugend unter einem bewölkten Märzhimmel, und warten auf den Bewohner, der noch nicht gekommen ist.
FeldfotoFeldfotoFeldfoto
🌿 Flora
mameymamón
🥾 Michel y su equipo identificaron especies del Bosque Seco Tropical
Verbesserung