Ein einsamer tití unter den Mangobäumen
José Marín durchstreifte einen der Waldabschnitte der Reserva, als er ihn entdeckte: einen einzelnen tití cabeciblanco, reglos im Gewirr aus schlanken Stämmen und ineinander verschlungenen Ästen. Es war der 24. März, und der Wald trug bereits die Zeichen der Trockenzeit — gilbende Blätter, gefallene Äste, ein Himmel schwer vor grauem Dunst. Das Tier war allein, ohne jede Spur einer Gruppe, und beobachtete aus dem dichten Blattwerk heraus mit jener Mischung aus Neugier und Vorsicht, die Saguinus oedipus so eigen ist.
Was an diesem Tag ebenfalls festgehalten wurde — und es lohnt sich, es für die kommenden Auswertungen zu vermerken — ist, dass es in genau diesem Abschnitt fünf Mangobäume gibt. Das ist kein beiläufiges Detail: Mangos sind eine Nahrungsquelle, und die titíes wissen das sehr wohl. Vielleicht erklärt das die einsame Anwesenheit des Tieres an diesem Ort, vielleicht auch nicht — doch die Übereinstimmung verdient weitere Beobachtung.
José hielt die Sichtung in drei Fotografien des Abschnitts fest. Die Art ist als vom Aussterben bedroht eingestuft, und jeder Nachweis in der Reserva fügt sich in die Geschichte dessen ein, was hier noch besteht und sich bewegt.