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Der Tití, den seine Gruppe zurückließ

José Marín war schon eine ganze Weile durch den Trockenwald gelaufen, als ihm das Dickicht eine Überraschung bereitete. Es war kurz nach Mittag, und die Bäume trugen bereits jenes abgemagerte Gesicht des jahreszeitlichen Übergangs — weiße Stämme, kahle Äste, der Boden bedeckt mit raschelndem Laub — als ihn auf einer seiner routinemäßigen Runden durch das Reservat, entlang der Punkte, die den südlichen Bereich der Fundación Loros säumen, eine rasche Bewegung in den Ästen aufhorchen ließ. Es war ein Lisztäffchen, ein Tití cabeza blanca (Saguinus oedipus) — und es war allein. Damit war klar, was den Rest des Tages bestimmen würde — selbst der Zimmermannsspecht, den er früher auf einer anderen Stelle des Weges entdeckt hatte, rückte in den Hintergrund. Das Individuum war männlich, scheinbar noch jung, und bewegte sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit durch das Geäst, ohne dass eine Gruppe ihm folgte. Für Marín, der so viele Jahre des Waldes in den Knochen trägt, ergab das keinen Sinn: Der Tití ist ein Tier der Familie, ein Tier des Rudels, eines jener Wesen, das selbst in ruhigen Stunden nicht auf Abstand zu den Seinen geht. Ihn allein zu sehen, deutet darauf hin, dass er von seiner Gruppe verstoßen wurde — ein so ungewöhnliches Verhalten, dass es weiterer Beobachtung bedarf. Die fünf Fotografien, die er noch aufnehmen konnte, zeigen die karge Landschaft und das Individuum zwischen den Ästen. Das Video lud noch hoch, als der Rundgang zu Ende war.
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carpintero gigantetití cabeza blanca
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carpintero gigante 🔗 árbol sin identificar otra
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