← Tagebuch Fundación Loros

Roble und polvillo — zur gleichen Zeit in Blüte

Nilson wanderte an jenem Dienstag allein, als der Wald ihm eine doppelte Überraschung bereitete: Der roble und der polvillo hatten beschlossen, gemeinsam zu blühen. Von den Koordinaten aus, an denen er innehielt, nahe Cartagena, roch die Landschaft nach offenem Feld, und überallhin war sie mit Gelb betupft — die fünfblättrigen Blüten des polvillo, mit ihren ockerfarbenen Mitten, bedeckten den Boden zwischen dem Niedriggewächs, als hätte sie jemand mit Absicht dort gesät. Der Wald war nicht still. Irgendwo in einem unsichtbaren Baum arbeitete ein Specht, der chau chau kündigte sich aus der Ferne an, und dazwischen schob sich das leise Pfeifen eines kleinen Vogels, den Nilson zwar hörte, aber nicht zu Gesicht bekam. Einen Augenblick lang kreuzte ein roter Schmetterling mit weißen Linien seinen Weg — und zog weiter, wohin auch immer. Es war Mittag, Nilson war allein, und der Wald barg mehr Leben, als man an einem Märznachmittag erwarten würde.
Feldfoto
🐾 Fauna
carpinterochau chaumariposa roja con líneas blancas
🌿 Flora
polvilloroble
Verbesserung