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🥾 Michel y George realizan una expedición al sector "Hechizo" de Loros

Ein Guásimo kämpft an mehreren Fronten

Auf der Loma del Alcón blieb Michel Salas unter einem alten Guásimo stehen und blickte nach oben: Das Blau des Himmels schimmerte durch die Äste leichter als gewöhnlich, denn das Blattwerk ist spärlich geworden. Von unten war alles zu sehen: der dicke, raue Stamm voller Höhlungen, die von Spechten oder holzfressenden Insekten aufgemeißelt worden waren, und hoch oben zwischen den Ästen die unverkennbare Silhouette einer Loranthaceae — jener Schmarotzerpflanze, die ihre Wurzeln in fremdes Holz gräbt und sich dort einnistet. Doch der Baum hat noch nicht sein letztes Wort gesprochen. Einige Äste tragen noch grüne Blätter — ein Zeichen, dass im Inneren noch ein Rest Leben pulsiert. Aber das Bild ist das eines Organismus unter Druck: Die Parasit nutzt die Krone aus, die Höhlungen schwächen den Stamm, das Laub zieht sich allmählich zurück. Michel fotografierte zweimal, notierte die Koordinaten und hielt den Fund fest. Auf der Loma del Alcón ist dieser Guásimo nun vermerkt — noch immer aufrecht, noch immer widerstehend, aber eindeutig im Kampf — damit das Santuario weiß, wo er steht, und ihm den Puls fühlen kann.
FeldfotoFeldfoto
🐾 Fauna
insecto xilófagopájaro carpintero
🌿 Flora
Loranthaceaeguásimo
🔗 Interacciones fauna–flora
pájaro carpintero 🔗 guásimo otra
insecto xilófago 🔗 guásimo otra
Loranthaceae 🔗 guásimo otra
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