Ein Matarratón unter dem Savannenhimmel
Am Sonntag, dem 29. März, begab sich Michel Salas in eines der sandigen Gebiete des Schutzgebiets – mit einem klaren Auftrag: die Flora zu dokumentieren, die still und lautlos zwischen trockener Erde und dem blauen Himmel der Region gedeiht. Auf diesem Kartierungsrundgang blieb er vor einem stattlichen Matarratón stehen – Gliricidia sepium –, dessen Laub in sattem, leuchtendem Grün im Licht des frühen Nachmittags erstrahlte, während eine einzelne trockene Hülse an einem schlanken Ast hing wie die letzte Erinnerung an eine längst vergangene Blüte.
Mit fünf Fotografien hielt Michel den Baum aus verschiedenen Blickwinkeln fest: die gefiederten Blätter, die sich gegen das wolkenlose Blau abzeichneten, die Savannenlandschaft, die ihn umgab, und die Äste, die sich mit jener stillen Großzügigkeit nach oben öffneten, die diese Art so auszeichnet. Das erfasste Exemplar befand sich in einem guten vegetativen Zustand – fest verwurzelt an seinem angestammten Platz, gleichgültig gegenüber der Hitze.
Der Matarratón gehört zu jenen Bäumen, die die Bauern der Küste gut kennen: Er dient als lebender Zaun, spendet Schatten und verbessert den Boden. Ihn im Einflussbereich der Fundación Loros, an den Koordinaten 10,4399, -75,2572, etabliert vorzufinden, ist ein Befund, der nun in die lebendige Karte des Schutzgebiets eingetragen ist.