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Elf Eichhörnchen im mamón, der keine Früchte trägt

Es gibt Bäume, die alles geben — auch wenn sie keine Früchte tragen. Der männliche mamón, der vor dem Park der Fundación Loros wächst, ist so ein Baum: ohne Samen, die er verschenken könnte, ist er seit Jahren Zufluchtsort, Futterplatz und stiller Zeuge des Lebens, das durch seine Äste zieht. An diesem Nachmittag, in voller Blüte und voller Lärm, gab er wieder alles. Omar Enrique Berdugo Cabeza konnte kaum glauben, was er sah. Elf Eichhörnchen gleichzeitig — hinauf und hinunter, auf der Suche nach Partnern, mit jener nervösen Schnelligkeit, die sie haben, wenn der Instinkt stärker ist als die Angst. Der ganze Baum schien zu vibrieren. Sein Begleiter Alberto stand daneben und sagte nichts, so wie man manchmal weiß, dass jedes Wort zu viel wäre. Währenddessen machten die Guacamayas in den hängenden Futterplätzen zwischen denselben Ästen ganz ungerührt ihr Ding — ruhig, weit entfernt vom Trubel — und irgendwo im Schatten des Laubes trank ein einzelnes Eichhörnchen still Wasser, als ginge das Fest es nichts an. Omar filmte alles. Aber es gibt Dinge, die ein Video nicht einfangen kann: diesen Moment, in dem man innehält, den Blick hebt und versteht, dass in einem einzigen Baum ganze Welten Platz haben.
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