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Vier cabeciblancos im Piedemonte

Erst vor Kurzem hatte José Marín nur einen einzigen zwischen den Bäumen des Piedemonte gesehen — einen tití cabeciblanco, reglos, ohne sichtbare Begleitung. Es war die Art von Beobachtung, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Doch an diesem Morgen des 21. April gab ihm derselbe Pfad etwas anderes zurück: Bewegung zwischen den Ästen, kleine Stimmen, und mindestens vier Individuen, die gemeinsam unterwegs waren. Ein Männchen, ein Weibchen — und ein Aufruhr in den Baumkronen, der den Rest der Gruppe erahnen ließ. Der tití cabeciblanco (Saguinus oedipus) ist eine vom Aussterben bedrohte Art, endemisch im Norden Kolumbiens. Sie als Familie zu sehen, im Piedemonte des Schutzgebiets, ist ein Zeichen dafür, dass in diesem Stück Urwald etwas richtig läuft. José gelang es, den Moment auf Video festzuhalten — diese kleinen Geschöpfe mit ihren weißen Köpfen und zimtfarbenem Körper, wie sie zwischen den Ästen gleiten, gleichgültig gegenüber dem Objektiv, damit beschäftigt, das zu sein, was sie sind.
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tití cabeciblanco
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