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Titíes zwischen grünen Mangos am Gebirgsvorland

José Marín brach allein in den Sektor piedemonte auf, das Signal kaum stark genug, um ab und zu eine GPS-Position zu senden. Auf diesem Streifzug stieß er auf zwei Bäume, die es wert waren, ins Register aufgenommen zu werden: einen camajorú von fünfundzwanzig Metern, mit seinem hellen Stamm, der sich zwischen dem sattgrünen Blätterdach des Waldes emporhob, und etwas weiter – weit entfernt vom ersten – einen Mangobaum, vollbehangen mit noch unreifen grünen Früchten, umgeben von Büschen und dichtem Unterholz. Nahe beim Mangobaum wartete die Überraschung des Tages: eine Gruppe von Titíes, fünf bis sechs Individuen, die sich geschmeidig durch die Äste bewegten. Der tití gris oder tití cabeciblanco (Saguinus leucopus) ist eine endemische Art Kolumbiens mit einem streng begrenzten Verbreitungsgebiet in der Karibikregion und dem Magdalena Medio – sein Auftauchen im Schutzgebiet ist stets ein gutes Zeichen. José gelang es noch, die Tiere in Foto und Video festzuhalten, bevor sie im Dickicht verschwanden. Das piedemonte trug an diesem Tag mehr Leben in sich, als das Auge auf den ersten Blick zu erkennen vermag.
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tití gris 🔗 mango otra
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