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Carlos und der stachelige Bewohner der Baumwipfel

Im Geflecht aus Ästen und Lianen, das das Kronendach des feuchten Waldes im Santuario bildet, hob Carlos den Blick — und entdeckte einen unerwarteten Besucher: ein Baumstachelschwein, das sich hoch oben im Geäst eingerichtet hatte, so reglos und so geschickt im Grün verborgen, dass es beinahe für einen weiteren Knoten im Holz hätte gehalten werden können. Behutsam fotografierte er das Tier, ohne es aufzuschrecken, und das Tier rührte sich nicht. Das Baumstachelschwein — auch als Coendú bekannt — gehört zu jenen nachtaktiven Säugetieren, die den Tag eingerollt zwischen den Ästen verbringen und darauf vertrauen, dass ihre Stacheln und ihre Geduld sie unsichtbar werden lassen. Diesmal hätte die Strategie beinahe funktioniert. Beinahe. Es ist das erste Mal, dass wir das Vorkommen dieser Art im Santuario dokumentieren — eine Erinnerung daran, dass die 520 Hektar der Fundación Loros noch viele Geheimnisse in ihrem Blätterdach verbergen.
Feldfoto
🐾 Fauna
puercoespín arbóreo
🔗 Interacciones fauna–flora
puercoespín arbóreo 🪵 ramas y lianas percha
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