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Echos vom Feld

Dieciocho azules al llamado de la campana

Am Cerro el Peligro begann Omar den Morgen wie immer: mit dem Klang einer Glocke. Dieses schlichte Läuten, das jeden Tag vom Auswilderungspunkt aus ertönt, ist längst ein geheimer Code zwischen den Menschen und dem Himmel. Und der Himmel antwortete: Achtzehn Guacamayas *Ara ararauna* tauchten zwischen der Vegetation herab, ihre blau-gelben Schwingen vom strahlenden Morgenlicht entzündet, und ließen sich auf den hängenden Futterplätzen nieder, als wäre die Welt genau von der Größe, die sie sein sollte. Diese Vögel sind keine Wildtiere, die zufällig vorbeikamen. Es sind Guacamayas, die die Fundación ausgewildert hat und die heute noch dabei sind, nach und nach zu lernen, wild zu sein — mit einem Netz aus Unterstützung, das noch immer unter ihren Flügeln gespannt ist. Das Metallaviarium inmitten blühender Sträucher ist kein Käfig — es ist ein Operationsstützpunkt, der letzte Anker, bevor der Urwald sie ganz für sich beansprucht. Jeder Besuch am Futterplatz ist ein weiterer Schritt in jenem Prozess, den das Team Reintegration nennt, und der im Feld schlicht so aussieht: achtzehn Flügelpaare, die zum Frühstück kommen.
🐾 Fauna
guacamaya
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