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Sieben Titís und ein Jungtier am Lago 2

Carlos Andrés Matas Contreras war gerade auf seinem Rundgang durch den Bereich Lago 2 der Finca El Paraíso unterwegs, als er sie entdeckte: sieben Tití cabezablanco, die sich mit jener rastlosen Behändigkeit, die sie so unverkennbar macht, durch die Äste bewegten. Unter ihnen ein Jungtier. Die Gruppe wechselte sich ab, um an den als Futterstation hergerichteten Baumstamm heranzukommen, auf dem Wassermelone und Mango in Stücken lagen. Sie fraßen in aller Ruhe, während die anderen oben in den Ästen warteten und ihre langen, dunklen Schwänze gegen das tiefe Grün des Waldes peitschten. Der Tití cabeza blanca — Saguinus oedipus, mit jenem strahlend weißen Fell, das wie eine Krone wirkt — ist endemisch im Norden Kolumbiens und gilt als vom Aussterben bedroht. Sieben Tiere auf einmal zu sehen, mit Nachwuchs, die diesen Winkel des Tropenwaldes so selbstverständlich nutzen — das sagt einiges über das, was sich still und leise zwischen den Bäumen von El Paraíso ereignet.
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tití cabeciblanco
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