Maicol und das goldene Auge des militaris
An jenem Freitag zog Maicol mit der Sony Alpha ins Santuario hinaus — eine Kamera, die ihm Alejandro geliehen hatte — und was er dort antraf, war eine Besetzung erster Güte. Der Grüne Ara (Ara militaris) mit der Markierung B101, auf Totholz thronend, dieses goldene Auge direkt in die Linse gerichtet. Der Hellrote mit seinem blendenden Scharlach. Der Blau-Gelbe mit ausgebreitetem Flügel, als wüsste er genau, dass man ihn fotografiert. Und der Blaukopfpapagei B112 mit jenem violettblauen Kopfgefieder, das aussieht, als wäre es von Menschenhand gemalt.
Einige streiften frei durch das Santuario — die Kamera fand sie inmitten der Vegetation, den Hintergrund weich aufgelöst, das Mittagslicht durch die Äste gebrochen. Andere saßen im Aviario und umklammerten mit ihren Krallen Scheiben von Mango und Orange, der gekrümmte Schnabel rastlos in Bewegung. Neun Aufnahmen insgesamt: vier Arten, zwei Identifikationsprogramme FL-VN — und ein Bildarchiv, das schon jetzt nach neuer Website aussieht.