Ein Guayabo mit Früchten, die noch warten
An den Koordinaten, die George an jenem Märzsonntag markierte, steht ein Guayabo, dessen Früchte noch nicht gereift sind. Die grünen Trauben hängen im Blattwerk unter einem wolkenlosen Himmel, während einzelne gelbe und braune Blätter an den Ästen von der Last der Trockenheit erzählen. Niemand suchte ihn in diesem Moment auf — kein Vogel, kein Säugetier — und doch stand der Baum da, still und voller Versprechen.
Der Eintrag entstand nicht aus Dringlichkeit, nicht wegen eines überraschenden Funds. George notierte ihn als Referenzpunkt: eine Nahrungsquelle, die die Fauna des Santuarios aufsuchen wird, wenn die Früchte ihr Grün gegen ein blasses Gelb tauschen und der süße Duft beginnt zu rufen. Der Guayabo (Psidium guajava) gehört zu jenen Bäumen, die im Stillen arbeiten — langsam Zucker ansammelnd, Woche um Woche —, bis sie eines Tages zum Mittelpunkt von allem werden.
Der Punkt ist auf der Karte eingetragen. Wenn die Früchte reifen, werden wir wissen, wo wir suchen müssen.