← Tagebuch Fundación Loros

Blaue Nasenlöcher und ein Brustbein, das Sorgen macht

Am Donnerstag, dem 12. März, ging die Tierärztin Alesandra mit ihrem Klemmbrett in der Hand durch alle Volieren der Fundación Loros, notierte Daten und begutachtete den Bestand mit der methodischen Ruhe einer Frau, die ihr Handwerk von Grund auf kennt. Zu den Aufgaben des Tages gehörte die erste Eingewöhnung von drei Vögeln, die ihre Quarantäne abgeschlossen hatten: ein Pionus, ein loro frentiamarilla und ein männlicher Wellensittich (*Melopsittacus undulatus*), der bis dahin in einem kleinen Käfig nahe dem Wohnhaus auf seinen Einsatz gewartet hatte. Dieser letzte kam in akzeptablem Zustand an — mit einem lebhaften Flug und einem grün-gelben Gefieder, das den Blick unwillkürlich auf sich zieht. Alesandra wies auf etwas hin, das der Erinnerung wert ist: Bei dieser Art nehmen die Nasenlöcher der erwachsenen Männchen ein sattes Blau an, ein Merkmal, das an diesem Individuum deutlich sichtbar war und als untrügliches Erkennungszeichen gilt. Bald wird er in die Voliere Decameron verlegt. Doch der Tag brachte auch eine Sorge mit sich. Eine Blau-Gelbe Ara — die B139, *Ara ararauna* — traf mit einem Körperzustand von gerade einmal 2 von 9 ein, und das so ausgeprägte Brustbein ließ keinen Zweifel an ihrer kritischen Verfassung. Alesandra begann mit einer Grundbehandlung und entnahm eine Blutprobe: Dr. Ana hatte zuvor bei den Vögeln des Bestands zwei verschiedene Hemoparasitenarten nachgewiesen, jede mit einem eigenen Behandlungsprotokoll — und solange nicht klar ist, mit welcher man es diesmal zu tun hat, bleibt die geeignete Therapie in der Schwebe. Alejandro genehmigte, die Probe sofort auszuwerten. Nun heißt es warten, was das Blut zu sagen hat.
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