Die Ara ararauna, ruhend zwischen dem Ají guai guao
Am 25. Januar durchquerten Salomé Piza und Michel Salas das Buschland der Reserva unter einem wolkenlosen Himmel – jener Art von Himmel, der das Grün der Bananenstauden zum Leuchten bringt. Am ersten Punkt des Rundgangs, zwischen den breiten Blättern der Musaceae und den grünen Büscheln des Fuchsschwanzes – jenem Amaranthus retroflexus, der wächst, ohne dass ihn jemand gesät hat –, fanden sie, was den Weg lohnte: eine Ara ararauna, die blau-gelbe Keilschwanzara, still im Blattwerk sitzend. Sie befindet sich noch in der Rehabilitation, und an jenem Tag ließ sie sich ohne Eile filmen, als wüsste sie, dass die Zeit für sie arbeitete.
Einige Meter weiter nördlich wurde das Unterholz dichter. Salomé und Michel dokumentierten eine Fabaceae mit trockenen, braun von den Ästen hängenden Schoten – eine Art, die noch der Bestimmung harrt – sowie einen Strauch voller Früchte in allen Reifestadien: grün, orange, schwarz. Es handelte sich um Capsicum frutescens, den Ají guai guao, wie ihn die Landbevölkerung dieser Gegend nennt. Mit diesem letzten Fund schlossen sie den Tag ab – die Reserva hatte, nach und nach, etwas von dem preisgegeben, was sie in sich trägt.