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Echos vom Feld

Loreta kehrte zurück, und der jobo bewahrte sie

Seit Monaten hatten wir nichts mehr von Loreta gehört. Das letzte Mal, als wir sie sahen, breitete sie die Flügel aus, flog auf einen hohen jobo zu und blickte nicht zurück. Vielleicht war sie auf der Suche nach Lorenzo, vielleicht war sie einfach bereit. Loreta ist Nummer 14, eine lora amazónica, die zur Fundación Loros kam, nachdem sie ihre gesamte Kindheit in einem Käfig in Cartagena verbracht hatte: Sie wusste nicht, wie man fliegt, und als sie es lernte, wollte sie es auch nicht. Diese Art von Geschichte macht die Wiedereingliederung langsamer, unsicherer. Deshalb, als sie aufbrach, blieben wir zurück mit der Hoffnung fest in der Hand gehalten. Am 20. Februar 2026 tauchte sie auf dem Holzzaun auf, ihre Erkennungsmarke baumelnd, und dahinter die Berge von Villanueva, Grün über Grün. Frei und heil. Ihr Gefieder zeigte dieselben gelben und roten Schimmer wie immer, doch etwas an ihr war anders: Sie war nicht mehr die lora, die zögerte. Diese Rückkehr lässt sich nicht erklären ohne die Nachbarn von Villanueva — jene, die Papayas, cerezos, Mangos und jobos pflanzen und friedlich mit den loros zusammenleben, die durch ihre Äste streifen. Sie sind es, die, ohne es ganz zu wissen, die Welt tragen, der Loreta sich zu gehören entschieden hat.
Feldfoto
🐾 Fauna
lora amazónicaloros
🌿 Flora
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