Zwei Pioniere über dem Niederwald
Niemand hat sie gepflanzt. Niemand hat sie versetzt, mit Wasser versorgt oder gedüngt. Die beiden guarumos, die George an den Koordinaten des Südsektors entdeckte, sind einfach erschienen — so wie Pioniere das eben tun: ohne Ankündigung, den Weg bahnend. Sie ragen über den Niederwald hinaus mit ihren riesigen, schirmförmigen Blättern, abgezeichnet gegen einen Himmel, der kein einziges Wölkchen zeigt, und schon von weitem stechen sie hervor, hoch über allem anderen.
Der guarumo — Cecropia peltata — hat diese Gewohnheit: als Erster zu kommen, wenn der Wald beginnt, sich daran zu erinnern, dass er einmal Wald war. Es ist die Art, die den anderen die Tür öffnet, die dem Boden sagt, dass er zurückkehren darf. Und für die Vögel ist er Zuflucht und Vorratskammer zugleich; mehrere Arten der heimischen Avifauna sind auf seine Früchte und seinen Schatten angewiesen. Dass zwei von ihnen an eben dieser Stelle von selbst aufgegangen sind, ist für das Team der Fundación ein Zeichen, das man nicht einfach übergeht.
Zwei Bäume. Koordinaten aufgenommen, Foto im Register, Daten gesichert. Auf den ersten Blick eine Kleinigkeit — doch in der Sprache der spontanen Regeneration ist dies der Anfang von etwas.