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Der bebe humo streift um den cerro Peligro

Maicol war in der Freisetzungszone der Aras unterwegs, nahe dem cerro Peligro, als er ihn entdeckte: einen gavilán sabanero, der mit jener Ruhe dasaß, die nur denen eigen ist, die genau wissen, was sie tun. Der *Buteogallus meridionalis* — bebe humo, wie man ihn hier zu nennen pflegt — ist ein Jäger der Gelegenheiten. Wenn das Feuer über die Savanne zieht und die Eidechsen in wilder Panik fliehen, ist er bereits da, wartend am Rand der Flammen. Er muss nichts verfolgen; er muss nur lernen, den Rauch zu lesen. Die Sichtung wurde auf Video festgehalten: die weit gespannten Schwingen, die rostfarbene Brust, dieser Blick, der keine Eile verrät. Maicol war eindeutig: Dieser gavilán hat es nicht auf die Vögel des Reservats abgesehen. Sein Interesse gilt dem Boden, den Eidechsen, die sich durchs Unterholz stehlen. Gerade deshalb ist seine Anwesenheit in der Freisetzungszone der Aras ein gutes Zeichen — ein Prädator, der passt, der seine Rolle erfüllt, ohne das zu stören, was das Santuario Stück für Stück aufbaut, zwischen jenem Hügel und dem offenen Himmel darüber.
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