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Dritte Begegnung mit dem König des Hügels

Es gibt Sichtungen, die man ins Tagebuch einträgt, und solche, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Der rey gallinazo, den Maicol an einem kürzlichen Morgen über dem cerro El Peligro kreisen sah, gehört zur zweiten Kategorie — und noch mehr, weil es nicht das erste Mal ist, nicht das zweite, sondern das dritte Mal, dass er ihn über genau diesem Punkt segeln sieht. Über dem Hügel ist es üblich, Dutzende, manchmal Hunderte von gallinazos comunes zu beobachten, die langsame Kreise in die warme Luft zeichnen — doch der Sarcoramphus papa — mit seiner weißen Brust und den weit geöffneten schwarzen Schwingen gegen den blauen Himmel — ist eine andere Geschichte: ein seltener Besucher, der diesem Hügel offenbar eine gewisse Zuneigung entgegenbringt. Der Ausflug jenes Tages begann bei der finca El Paraíso und führte hinauf zum cerro El Peligro, über steinige Pfade, gesäumt von dichter Vegetation, in jenem besonderen Augenblick, in dem der Wald noch nicht recht weiß, ob Trockenzeit oder Regenzeit herrscht. Unterwegs entdeckte Maicol auch drei grüne Papageien auf einem Ast — Schwanz in leuchtendem Gelb und Orange zwischen dem Blattwerk —, eine monjita carigris (Nonnula frontalis) mit ihrem dunklen, glänzenden Auge, einen großen Greifvogel, der lautlos durch die Luft glitt, ein rötliches Eichhörnchen, das flink an einem Stamm emporkletterte, und die aufgeplatzten Hülsen einer Hülsenfrucht der Gattung Ormosia, die ihre zweifarbigen Samen in Schwarz und Weiß zeigten — wie kleine Kostbarkeiten des Waldes. Ein vollständiger Tag.
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🐾 Fauna
ardilla rojizagallinazo comúnloro verdemonjita carigrisrapaz granderey gallinazo
🌿 Flora
leguminosa Ormosia
🔗 Interacciones fauna–flora
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