Acht chauchau und eine einzige Alarmstimme
Im Sektor Los Guardianes, nahe dem Gehege von Cameron, bemerkte der Wächter Omar Enrique Berdugo etwas Ungewöhnliches: acht chauchau, die sich versammelt hatten und unaufhörlich sangen, alle mit dem Blick zum Boden gerichtet. Es war weder das zerstreute Gezwitscher der Mittagsstunde noch das übliche Flattern und Treiben — es war jener beharrliche, abgestimmte Laut, den diese Vögel nur dann von sich geben, wenn sie etwas zu sagen haben.
Berdugo näherte sich langsam. Dort, zwischen dem Laub, lag der Grund des ganzen Aufruhrs: ein patoco, reglos auf dem Boden, ohne Eile, gleichgültig gegenüber der kleinen Versammlung, die ihn von den Ästen herab anklagte. Die Schlange war keinen Augenblick unbemerkt geblieben — der Wald hat seine eigenen Wachsysteme, und die chauchau gehören zu den wirksamsten.
Es war eine Erinnerung an etwas, das man im Santuario schnell lernt: Man muss wissen, wie man zuhört. Nicht das Auge des Wächters fand den patoco zuerst — es waren diese acht beharrlichen Stimmen, die ihm zeigten, wohin er schauen musste.